Zeitmanagement für Mütter: So schaffst du mehr im Alltag, ohne dich zu überfordern

Zeitmanagement für Mütter: So schaffst du mehr im Alltag, ohne dich zu überfordern

Zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und eigenen Bedürfnissen – wie zum Teufel soll das alles in 24 Stunden passen?

Zeit ist für uns Mütter das kostbarste Gut überhaupt. Und gleichzeitig das, wovon wir gefühlt am wenigsten (vor allem für uns selbst) haben. Die To-Do-Liste wird länger und länger, während die Uhr unbarmherzig weitertickt.

Ich kenne das nur zu gut. Nachdem ich morgens im Akkord Frühstück gemacht, Kinder angezogen, Brotboxen vorbereitet und Kindergartentaschen gepackt hatte, war ich oft schon vor 8 Uhr völlig erschöpft. Und der Tag hatte noch nicht einmal richtig begonnen! Abends fiel ich dann ins Bett mit dem Gefühl, den ganzen Tag gerannt zu sein und trotzdem längst nicht alles geschafft zu haben.

Die Zeitfalle: Warum Mütter ständig im Hamsterrad stecken

Eine Freundin fragte mich neulich: „Wie kann es sein, dass ich 24 Stunden am Tag für meine Familie da bin und trotzdem das Gefühl habe, nie genug zu tun?“

Diese Frage trifft den Nagel auf den Kopf. Wir Mütter stecken in einer Zeitfalle: Wir jonglieren gleichzeitig mit Kinderbetreuung, Haushalt, Partnerschaft, eventuell Beruf und – wenn wir Glück haben – ein paar Minuten für uns selbst. Und das Tückische daran? Die meisten dieser Aufgaben sind nie wirklich FERTIG.

Kaum ist die Küche aufgeräumt, steht das Kind mit dreckigen Fingern und Hunger vor dir. Kaum ist die Wäsche gewaschen, werden die frisch geputzten Klamotten beim Buddeln im Sandkasten wieder schmutzig. Es ist ein endloser Kreislauf, der uns das Gefühl gibt, ständig hinterherzuhinken. (Schau dir dazu auch unbedingt den Blogartikel über Mental Load an).

Prioritäten setzen – aber richtig

„Setz einfach Prioritäten!“ – diesen gut gemeinten Rat hat wohl jede Mutter schon gehört. Aber was, wenn ALLES wichtig erscheint?

Vielleicht hast du ja schonmal von der Eisenhower-Matrix gehört? Die lässt sich auch prima für Mütter nutzen! Im Grunde teilst du deine Aufgaben danach in vier Kategorien ein:

  1. Wichtig und dringend: Kind hat Fieber, wichtige Formulare für die Schule
  2. Wichtig, aber nicht dringend: Vorsorgeuntersuchungen planen, eigene Gesundheit, Paarzeit
  3. Dringend, aber nicht wichtig: Die 17. WhatsApp vom Elternverteiler, spontane Zusatzwünsche
  4. Weder wichtig noch dringend: Instagram-Scroll-Marathon, perfekt gebügelte Unterwäsche

Der Trick? Die meisten von uns verbringen zu viel Zeit in Kategorie 1 und 3 – und vernachlässigen die eigentlich wertvollen Dinge in Kategorie 2 (weil sie nicht dringend sind, fallen sie hinten runter). Die Dinge in Kategorie 2 brauchen aber PLANUNG. Und genau da liegt der Hund begraben.

Ich habe angefangen, jeden Sonntag gemütlich auf dem Sofa 15 Minuten für meine Wochenplanung zu reservieren. Was steht an? Was muss erledigt werden? Was wünsche ich mir für die Woche? Das klingt banal, aber es hat mir sehr geholfen und mein leicht chaotisches Leben tatsächlich in etwas geordnetere Bahnen gelenkt (und mir oft dabei geholfen, wichtige Termine nicht erst auf den letzten Drücker plötzlich im Kalender zu entdecken).

Morgenroutine: Der Schlüssel zum entspannten Tag

Oh Gott, wie ich diese Artikel gehasst habe, in denen erfolgreiche Menschen behaupten, sie stünden um 5 Uhr morgens auf, um zu meditieren, Sport zu treiben und drei Bücher zu lesen – BEVOR ihre Kinder aufwachen!

Die Realität? Mein Sohn ist der krasse Frühaufsteher und war eh meist schon um 5 Uhr wach. Meine Morgenroutine bestand aus 1-3 Tassen Kaffee.

Was mir WIRKLICH geholfen hat:

  • Alles, was geht, am Vorabend vorbereiten. Klingt simpel, ist aber ein Game-Changer. Kleidung rauslegen (für dich UND die Kinder), Kindergarten/Schultaschen packen oder bereitlegen, Frühstückstisch decken. UND einmal alles schön aufräumen mit Lieblingsmusik (noch wenn die Kinder wach sind) – denn dann stehe ich morgens auf und statt Chaos erwartet mich eine halbwegs saubere, aufgeräumte Wohnung – ein Traum! (Selbstverständlich mache ich das nicht alleine – Mann + Kinder helfen mit und haben jeweils ihren Teil zu übernehmen)
  • Wann immer es möglich ist die ersten 30 Minuten des Tages für mich reservieren. Ich stelle mir dafür keinen Wecker, gehe aber meist ultra früh ins Bett und wache dann schön früh auf… und diese kleine Zeitinvestition zahlt sich den ganzen Tag aus. Ich nutze sie nicht für Sport oder Produktivität, sondern einfach zum Durchatmen. Ich hole mir einen Kaffee und lese den ganz in Ruhe im Bett, höre mir eine schöne Meditation an und döse einfach noch in Ruhe, lasse di Gedanken treiben. OHNE dass jemand nach mir ruft. Das, was tagsüber immer gar nicht geht.
  • Feste Aufgaben für alle Familienmitglieder definieren. Selbst ein Dreijähriger kann seinen Teller in die Spüle räumen (okay, KÖNNTE – klappt hier nicht immer, aber wir üben es!), und ein Schulkind kann lernen, seine Tasche selbst zu packen. Mein Mann ist für die ganze Abendroutine zuständig, ich kümmere mich morgens ums Vorbereiten für den Tag. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Die Macht der kleinen Zeitfenster

Eine der wichtigsten Erkenntnisse auf meinem Weg zum besseren Zeitmanagement war diese: Du musst nicht zwei freie Stunden haben, um etwas Sinnvolles zu erledigen.

Früher dachte ich: „Die 15 Minuten bis zum Abholen lohnen sich nicht mehr, um anzufangen.“ Heute weiß ich: In 15 Minuten kann ich:

  • Eine Waschmaschine anstellen
  • Drei wichtige E-Mails beantworten
  • Eine Einkaufsliste schreiben
  • 10 Minuten meditieren und 5 Minuten dehnen
  • Ein kurzes Telefongespräch führen

Diese Mini-Zeitfenster addieren sich über den Tag zu erstaunlich viel geschaffter Arbeit!

Ich habe mir angewöhnt, eine „5-Minuten-Liste“ zu führen – Aufgaben, die ich in kurzen Pausen erledigen kann. So bleibe ich produktiv, ohne das Gefühl zu haben, ständig am Limit zu sein.

Delegation ist kein Schimpfwort

Mein größter Fehler jahrelang? Der Glaube, ich müsste alles selbst machen. Weil ich es am besten kann. Weil es schneller geht, wenn ich es selbst mache. Weil…

STOP! Delegation ist keine Schwäche, sondern eine Überlebensstrategie.

Das heißt nicht, dass du eine Haushaltshilfe einstellen musst (obwohl das natürlich toll wäre!). Es bedeutet:

  • Den Partner einbeziehen – und zwar RICHTIG, nicht nur als „Helfer“, sondern als komplett MItverantwortlicher!
  • Kinder altersgerecht in Haushaltsaufgaben einbinden
  • Familiennetzwerke nutzen, wenn vorhanden
  • Tauschgeschäfte mit anderen Eltern eingehen (du nimmst mein Kind am Dienstag, ich deins am Donnerstag)
  • Sich von dem Gedanken verabschieden, dass alles perfekt sein muss
  • (und einfach ganz viel liegenlassen, was mir früher alles als total wichtig vorkam – ist es nicht!)

Ja, wenn dein Partner die Wäsche macht, wird er sie vielleicht anders falten als du. Wenn die Kinder den Tisch decken, wird er nicht Instagram-tauglich aussehen. Aber weißt du was? DAS IST OKAY.

Zeit für dich selbst – warum das nicht egoistisch ist

„Nimm dir Zeit für dich“ – als ich früher mit kleinem Baby diesen Ratschlag gehört habe, hätte ich lachen und weinen können. WANN denn bitte?

Aber ich habe gelernt: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Eine ausgebrannte, erschöpfte Mutter kann nicht die Mutter sein, die sie sein möchte. (Hier kann ich sehr das Buch „Bindung ohne Burnout von Nora Imlau empfehlen)

Für mich bedeutet „Zeit für mich“ nicht unbedingt teure Spa-Besuche oder Wochenenden allein (obwohl das natürlich schön wäre!). Es sind oft kleine Momente:

  • 15 Minuten früher ins Bett gehen, um zu lesen (mache ich IMMER – mein Lieblingsmoment des Tages)
  • Ein Telefonat mit der besten Freundin während des Spaziergangs (oder kleine Sprachnachrichten im Park)
  • Einen Umweg zum Supermarkt nehmen und im Auto in Ruhe Musik hören
  • Die Kinder einmal pro Woche noch früher mit Lieblingshörbuch ins Bett bringen und den Abend für mich haben

Und das Wichtigste dabei: Die Schuldgefühle abzuschütteln. Deine Zeit ist wertvoll – nicht nur für andere, sondern auch für DICH.

Mini-Zeitmanagement-Tools, die wirklich funktionieren

Hier sind die Werkzeuge, die mir wirklich geholfen haben, meinen Alltag in den Griff zu bekommen:

  1. Fokuszeit definieren: Jeden Tag 1-2 Zeitfenster festlegen, in denen ich ungestört an wichtigen Dingen arbeiten kann. Manchmal bedeutet das, die Kinder vor den Fernseher zu setzen. Und ja, das ist OKAY.
  2. Batching: Ähnliche Aufgaben zusammenfassen. Montags könntest du vorkochen, dienstags Behördenkram erledigen, mittwochs alle Bettwäsche waschen etc.
  3. Zwei-Minuten-Regel: Alles, was weniger als zwei Minuten dauert, SOFORT erledigen. Die schmutzige Tasse gleich in die Spülmaschine stellen statt auf der Arbeitsplatte zu stapeln.
  4. Timeboxing: Für nervraubende Aufgaben (wie Aufräumen mit Kindern) einen Timer stellen – 15 Minuten gemeinsames Aufräumen sind besser als stundenlange „Ich räum gleich auf“-Diskussionen.
  5. Abendcheckliste: Fünf Dinge, die ich jeden Abend erledige, damit der nächste Morgen entspannter startet.

Was hilft bei chronischem Zeitmangel?

Ganz ehrlich? Bei dauerhaftem Zeitmangel hilft eigentlich nur eins: Weniger machen! Klingt banal, ist aber die Wahrheit.

Der Unterschied zwischen einer gestressten und einer entspannten Mutter liegt nicht darin, wie viel sie schafft, sondern wie viel sie sich vornimmt.

Und vor allem: wie realistisch ihre Erwartungen sind.

Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass ich nicht alles schaffen kann. Dass manche Tage einfach nur ums Überleben gehen. Dass der perfekt organisierte Alltag eine Illusion ist, der wir alle hinterherjagen.

Stattdessen versuche ich:

  • Die Erwartungen herunterzuschrauben
  • Mich auf das zu konzentrieren, was WIRKLICH wichtig ist
  • Kleine Erfolge zu feiern
  • Mir selbst zu vergeben, wenn nicht alles perfekt läuft

Und weißt du was? Seitdem bin ich nicht nur eine entspanntere Mutter, sondern auch eine glücklichere.

Ich wünsche dir viele entspannte Momente in deinem Mama-Alltag!

Weiterführende Links und Ressourcen

Bücher:

Apps:

  • Trello für Familienorganisation
  • Cozi – Familienkalender
  • Tody – für Haushaltsaufgaben
Liebevoll Grenzen setzen: Der Balanceakt im Familienalltag

Liebevoll Grenzen setzen: Der Balanceakt im Familienalltag

kennst du das Gefühl? Dein Kind testet seine Grenzen aus, und du schwankst zwischen dem Wunsch, liebevoll zu bleiben, und der Notwendigkeit, klare Regeln aufzustellen. In diesen Momenten fühlst du dich vielleicht hin- und hergerissen, unsicher oder sogar schuldig. Doch eines vorweg: Grenzen zu setzen ist kein Gegensatz zur Liebe – im Gegenteil, es ist ein wesentlicher Teil davon.

Warum Grenzen so wichtig sind

Kinder brauchen Grenzen wie Pflanzen einen Stab, an dem sie sich orientieren und hochwachsen können. Sie geben Sicherheit und Struktur in einer Welt, die für kleine Menschen oft überwältigend sein kann. Ohne klare Grenzen fühlen sich Kinder paradoxerweise weniger frei, sondern eher verloren und unsicher.

Grenzen helfen Kindern:

  • Die Welt zu verstehen und sich darin zurechtzufinden
  • Soziale Fähigkeiten zu entwickeln
  • Selbstkontrolle und Selbstregulation zu lernen
  • Ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen
  • Sich sicher und geliebt zu fühlen

Der Unterschied zwischen autoritärem und liebevollem Grenzensetzen

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen starren, autoritären Regeln und liebevollen, respektvollen Grenzen. Bei liebevollem Grenzensetzen geht es nicht um Macht oder Kontrolle, sondern um Fürsorge, Respekt und Führung.

Autoritäres Grenzensetzen sagt: „Mach es, weil ich es sage.“ Liebevolles Grenzensetzen sagt: „Ich setze diese Grenze, weil ich dich liebe und für deine Sicherheit und dein Wohlbefinden sorge.“

Praktische Tipps für liebevolles Grenzensetzen

1. Sei klar und konsequent

Kinder brauchen Klarheit. Verwende einfache, direkte Sprache und erkläre den Grund für eine Grenze auf kindgerechte Weise. Sei dann konsequent – wechselnde Grenzen verwirren und führen zu mehr Machtkämpfen.

Beispiel: „Wir fassen den heißen Ofen nicht an, weil er uns wehtun kann. Ich passe auf dich auf und möchte nicht, dass du dich verletzt.“

2. Respektiere die Gefühle deines Kindes

Wenn du Grenzen setzt, wird dein Kind manchmal wütend, traurig oder frustriert sein. Diese Gefühle sind normal und wichtig. Anstatt sie zu unterdrücken, bestätige sie:

Beispiel: „Ich sehe, dass du wütend bist, weil wir jetzt nach Hause gehen müssen. Es ist in Ordnung, enttäuscht zu sein. Ich bin trotzdem für dich da.“

3. Biete Alternativen an

Anstatt nur „Nein“ zu sagen, biete Alternativen an. Das hilft Kindern, konstruktive Lösungen zu finden und gibt ihnen ein Gefühl von Autonomie innerhalb sicherer Grenzen.

Beispiel: „Du kannst nicht auf dem Sofa springen, aber du kannst draußen auf dem Trampolin springen oder wir können ein Kissen auf den Boden legen und darauf hüpfen.“

4. Achte auf deine eigenen Grenzen

Als Mütter vergessen wir oft, dass auch wir Grenzen haben und diese respektiert werden sollten. Wenn wir unsere eigenen Grenzen wahren, zeigen wir unseren Kindern, wie wichtig Selbstfürsorge ist.

Beispiel: „Mama braucht jetzt 10 Minuten Pause. Danach lese ich dir gerne eine Geschichte vor.“

5. Verbinde dich vor der Korrektur

Bevor du korrigierend eingreifst, stelle eine Verbindung her. Ein kurzer Moment der Nähe – eine Berührung, Augenkontakt oder ein sanftes Wort – kann Wunder wirken.

Beispiel: Geh auf Augenhöhe, berühre sanft die Schulter deines Kindes und sage dann: „Ich sehe, dass du gerade wütend bist und deinen Bruder geschlagen hast. In unserer Familie verletzen wir uns nicht gegenseitig. Lass uns gemeinsam überlegen, wie du deinem Bruder zeigen kannst, dass du verärgert bist, ohne ihn zu verletzen.“

Wenn es schwierig wird: Umgang mit herausfordernden Situationen

Manchmal scheinen alle Strategien zu versagen, und wir fühlen uns hilflos oder frustriert. In diesen Momenten:

  1. Mache eine kurze Pause, wenn möglich. Tiefes Durchatmen kann Wunder wirken.
  2. Erinnere dich an deine langfristigen Ziele für dein Kind – nicht nur an den aktuellen Konflikt.
  3. Sei gnädig mit dir selbst. Perfekte Eltern gibt es nicht, und Fehler gehören dazu.
  4. Beginne neu, wenn nötig. „Lass uns nochmal von vorne anfangen“ ist ein kraftvoller Satz.

Die Kraft der Entschuldigung

Wenn du als Elternteil die Grenzen überschreitest – zum Beispiel durch lautes Schreien oder unfaire Worte – entschuldige dich. Dies zeigt deinem Kind, dass Fehler zum Menschsein gehören und wir die Verantwortung für unser Handeln übernehmen können.

Eine aufrichtige Entschuldigung kann ein wundervoller Lernmoment sein: „Es tut mir leid, dass ich so laut geworden bin. Ich war frustriert, aber es war nicht in Ordnung, dich anzuschreien. Ich arbeite daran, besser mit meinen Gefühlen umzugehen.“

Ein kontinuierlicher Lernprozess

Liebevolles Grenzensetzen ist keine einmalige Sache, sondern ein kontinuierlicher Prozess des Wachsens – für dich und dein Kind. Mit jedem Alter kommen neue Herausforderungen und neue Grenzen. Was heute funktioniert, muss morgen angepasst werden.

Das Schöne daran: Mit jedem liebevollen „Nein“, mit jeder respektvollen Grenze wächst nicht nur dein Kind in seiner Fähigkeit zur Selbstregulation, sondern auch eure Beziehung wird tiefer und vertrauensvoller.

Buchempfehlungen zum Thema „Grenzen setzen“

Hier sind einige wertvolle Buchempfehlungen zum Thema „Grenzen setzen“ in der Erziehung:

  1. „Grenzen, Nähe, Respekt“ von Jesper Juul – Ein Klassiker des dänischen Familientherapeuten, der liebevolle Autorität und gleichwürdige Beziehungen zwischen Eltern und Kindern thematisiert.
  2. „Das gewünschteste Wunschkind“ von Danielle Graf und Katja Seide – Bietet praktische Ansätze für bedürfnisorientierte Erziehung mit klaren Grenzen.
  3. „Kinder brauchen Grenzen“ von Jan-Uwe Rogge – Pragmatische Tipps für den Alltag mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen.
  4. „Erziehen ohne Schimpfen“ von Nicola Schmidt – Zeigt Wege auf, wie Grenzen ohne Machtkämpfe und negative Kommunikation gesetzt werden können.
  5. „Starke Kinder – liebevolle Führung“ von Nora Imlau – Verbindet Bindungsorientierung mit notwendigen Grenzen.
  6. „Mit Kindern wachsen“ von Naomi Aldort – Fokussiert auf respektvolle Kommunikation und Grenzsetzung ohne Machtkämpfe.
  7. „Die Kunst des Erziehens“ von Alfie Kohn – Hinterfragt traditionelle Belohnungs- und Strafsysteme und bietet alternative Ansätze.
  8. „Wie Kinder heute wachsen“ von Herbert Renz-Polster – Betrachtet Grenzen aus entwicklungsbiologischer Perspektive.

Diese Bücher bieten unterschiedliche Perspektiven und Ansätze, von denen du je nach deinem persönlichen Erziehungsstil und den Bedürfnissen deiner Familie auswählen kannst.

Zum Mitnehmen

  • Grenzen sind ein Ausdruck von Liebe und Fürsorge
  • Klare, konsequente und altersgerechte Grenzen geben Kindern Sicherheit
  • Respektiere die Gefühle deines Kindes, auch wenn du nicht allen Wünschen nachgibst
  • Pflege deine eigenen Grenzen als wichtiges Vorbild
  • Sei gnädig mit dir selbst – Grenzensetzen ist eine Kunst, die Zeit braucht

Hör auch sehr gerne in den Podcast von Kathy Weber rein, in dem es um gewaltfreie Kommunikation geht – da ist das Grenzen Thema auch ein sehr großes Thema!

Was sind deine Erfahrungen mit dem Setzen von Grenzen? Teile deine Geschichten und Fragen gerne in den Kommentaren!

Was macht eine gute Mutter aus? – Gegen Perfektionismus und für deinen eigenen Weg

Was macht eine gute Mutter aus? – Gegen Perfektionismus und für deinen eigenen Weg

Der Mythos der „guten Mutter“ – Warum Perfektionismus uns krank macht

Egal, ob auf Social Media, in Erziehungsratgebern oder in gut gemeinten Ratschlägen aus der Familie – überall gibt es ein klares Bild davon, was eine „gute Mutter“ angeblich ausmacht. Sie ist liebevoll, geduldig, organisiert, kocht gesund, verbringt wertvolle Quality-Time mit ihren Kindern und sieht nebenbei noch entspannt aus. Doch mal ehrlich: Wer kann diesem Ideal dauerhaft gerecht werden? Und vor allem – ist das überhaupt erstrebenswert?

In diesem Artikel werfen wir einen kritischen Blick auf den gesellschaftlichen Druck rund um das Muttersein, hinterfragen unrealistische Erwartungen und zeigen, warum es so wichtig ist, seinen eigenen Weg zu gehen.

„Gute Mutter“ – Ein Begriff, der belastet

Was bedeutet es eigentlich, eine gute Mutter zu sein? Ist es die Mutter, die ihr Baby stillt? Die, die immer geduldig bleibt? Oder die, die ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellt, um für ihre Familie da zu sein? Die Wahrheit ist: Es gibt nicht die eine richtige Art, eine gute Mutter zu sein. Jede Familie ist einzigartig, jede Mutter bringt ihre eigene Persönlichkeit, Geschichte und Stärken mit.

Trotzdem setzen viele Frauen sich unter enormen Druck, allem gerecht zu werden. Perfektionismus wird oft als Tugend gesehen, dabei ist er in Wahrheit ein sicherer Weg in die Überforderung. Eine gute Mutter zu sein bedeutet nicht, perfekt zu sein – sondern präsent, authentisch und liebevoll.

Gesellschaftliche Erwartungen und ihre Folgen

Wir leben in einer Zeit, in der Mutterschaft oft romantisiert wird. Während früher die große Familie half, Kinder zu betreuen, liegt heute viel mehr Verantwortung auf den Schultern einzelner Mütter. Gleichzeitig suggerieren Medien, dass wir alles unter einen Hut bekommen müssen: Job, Kinder, Haushalt, Selbstverwirklichung – und das natürlich alles mit einem Lächeln.

Diese Erwartungen führen dazu, dass viele Mütter sich ständig hinterfragen. Bin ich gut genug? Tue ich genug? Schade ich meinem Kind, wenn ich mal genervt bin? Diese ständige Selbstkritik kann zu Stress, Erschöpfung und sogar Burnout führen.

Dein eigener Weg: Was Kinder wirklich brauchen

Anstatt Perfektion anzustreben, lohnt es sich, sich auf das zu konzentrieren, was Kinder wirklich brauchen:

  • Liebe und Sicherheit: Kinder brauchen keine perfekte Mutter – sie brauchen eine Mutter, die sie liebt und für sie da ist. Und dazu gehört auch, Fehler zu machen und sie gemeinsam zu lösen.
  • Authentizität: Es ist völlig in Ordnung, mal erschöpft, ärgerlich oder überfordert zu sein. Kinder lernen von uns, dass Gefühle dazugehören – auch die schwierigen.
  • Vorbild sein: Indem du gut für dich selbst sorgst, zeigst du deinem Kind, dass Selbstfürsorge wichtig ist. Eine Mutter, die ihre eigenen Bedürfnisse ernst nimmt, ist ein gesundes Vorbild.

Buchtipps zum Thema „gute Mutter“ – für deinen eigenen Weg!

Mutter. Sein.
In diesem Buch identifiziert Susanne Mierau vier große Konfliktzonen, die Müttern das Leben erschweren, und bietet Unterstützung, um den eigenen, erfüllenden Weg als Mutter zu finden.

Du musst nicht perfekt sein, Mama!
Die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm setzt sich mit dem Optimierungsdruck auseinander, dem viele Mütter ausgesetzt sind, und zeigt Wege auf, wie man zwischen hohen Erwartungen und Selbstzweifeln seinen eigenen Weg finden kann.

Mutterseelengemeinsam
Anke Neckar plädiert in ihrem Buch dafür, mit dem perfektionistischen Frauenbild als Mutter aufzuräumen, und teilt ehrliche Erfahrungen über die Herausforderungen des Mutterseins.

Beautiful Mama
Anne Löwen, vierfache Mutter, ermutigt Mütter, nach Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit eine neue, ganzheitliche Schönheit in sich zu entdecken und abseits von Bodyshaming ein gestärktes Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Chillig mit Baby
Julia Knörnschild, bekannt aus dem Podcast „Mama Lauda“, verrät auf humorvolle und ehrliche Weise, wie man entspannt durch Schwangerschaft, Geburt und die ersten Monate mit Kind kommt.

Diese Bücher bieten vielfältige Perspektiven auf das Muttersein und ermutigen dazu, den eigenen Weg jenseits von Perfektionismus zu finden.

Fazit: Eine gute Mutter ist keine perfekte Mutter

Der Begriff „gute Mutter“ sollte nicht mit Perfektion gleichgesetzt werden. Es geht nicht darum, allen Erwartungen zu entsprechen, sondern darum, eine Beziehung zu deinem Kind aufzubauen, die von Liebe, Respekt und echtem Leben geprägt ist. Dein Kind braucht keine perfekte Mutter – es braucht dich.

Also: Lass Perfektion los, nimm dich selbst an und geh deinen eigenen Weg. Du bist genau die Mutter, die dein Kind braucht!

10 Anzeichen, dass du in einem Burnout steckst (als Mutter)

10 Anzeichen, dass du in einem Burnout steckst (als Mutter)

Muttersein kann wunderschön sein – aber oft auch einfach verdammt anstrengend. Zwischen Schlafmangel, nie endenden To-Do-Listen und dem ewigen Balanceakt zwischen Kind, Haushalt und vielleicht sogar Job kann es passieren, dass du dich irgendwann komplett erschöpft fühlst. Aber ist das nur normale Müdigkeit – oder steckt mehr dahinter?


Was ist Burnout überhaupt?

Burnout ist ein Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und mentaler Erschöpfung, der meist durch chronischen Stress entsteht. Während Burnout früher vor allem mit beruflicher Überlastung assoziiert wurde, ist mittlerweile klar: Auch Mütter sind besonders gefährdet. Mental Load, gesellschaftlicher Druck und die ständige Verfügbarkeit können auf Dauer zermürben.

Burnout vs. normale Erschöpfung – Wo ist die Grenze?

Jede Mutter ist mal müde. Aber wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird und du das Gefühl hast, nur noch zu „funktionieren“, solltest du aufmerksam werden. Burnout ist mehr als nur Müdigkeit – es geht mit emotionaler Distanz, reduzierter Leistungsfähigkeit und oft auch körperlichen Beschwerden einher.

Die folgenden 10 Anzeichen sind deutliche Indizien dafür, dass du im Burnout steckst und nicht mehr „einfach nur“ sehr erschöpft bist:

1. Dauerhafte Erschöpfung – selbst nach dem Schlafen

Du hast eine Nacht halbwegs durchgeschlafen (Glückwunsch!), aber fühlst dich trotzdem wie vom LKW überrollt? Wenn keine Menge Kaffee der Welt hilft und du dich dauerhaft ausgelaugt fühlst, könnte das ein Zeichen für Burnout sein.

Warum? Chronischer Stress hält deinen Körper in Alarmbereitschaft und verhindert echte Erholung. Cortisol (das Stresshormon) bleibt hoch – selbst im Schlaf.

2. Reizbarkeit & kurze Zündschnur

Plötzlich bringt dich das laute Kauen deines Kindes oder der hundertste Ruf nach „Mamaaaa!“ innerhalb einer Stunde zur Weißglut? Wenn du merkst, dass du schneller genervt bist als sonst, kann das ein Hinweis darauf sein, dass deine Reserven aufgebraucht sind.

Warum? Dein Nervensystem ist überlastet, und dein Körper reagiert auf Reize stärker als sonst. Das kann zu unerwarteten Wutausbrüchen oder ständiger Gereiztheit führen.

3. Das Gefühl, nur noch zu funktionieren

Du erledigst alles, was ansteht, aber es fühlt sich an, als wärst du innerlich gar nicht mehr richtig da? Dieses Gefühl der emotionalen Distanz ist ein klassisches Burnout-Symptom.

Warum? Dein Gehirn geht in den „Autopilot“-Modus, um Energie zu sparen, wenn es überlastet ist.

4. Permanente Schuldgefühle

Du fühlst dich schlecht, weil du nicht geduldiger bist, weil du nicht genug bastelst, nicht genug Zeit hast – oder weil du dir wünschst, einfach mal einen Tag allein zu sein? Ständige Schuldgefühle sind ein Warnsignal, dass deine Belastungsgrenze erreicht ist.

5. Schlafprobleme trotz Erschöpfung

Du bist supermüde – und wenn du endlich ins Bett kommst, kann dein Kopf trotzdem nicht abschalten? Gedankenkarusselle, Schlafstörungen oder dauerhaft unruhiger Schlaf sind häufige Begleiter eines Burnouts.

6. Dauerhafte körperliche Beschwerden

Kopfschmerzen, Rückenweh, Magenprobleme – und das alles ohne erkennbaren Grund? Dein Körper sagt dir vielleicht, dass er nicht mehr kann.

Warum? Stress setzt das Immunsystem unter Druck und kann langfristig körperliche Symptome verursachen.

7. Interessenlosigkeit & keine Freude mehr an Dingen, die du mal geliebt hast

Früher hast du gern gelesen, Musik gehört oder dich mit Freundinnen getroffen – und jetzt fehlt dir einfach jegliche Lust dazu? Das kann ein Hinweis darauf sein, dass deine mentale Energie erschöpft ist.

8. Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen

Was soll es heute zu essen geben? Solltest du mit den Kindern rausgehen oder nicht? Selbst kleine Entscheidungen fühlen sich an wie riesige Hürden? Ein weiteres Anzeichen, dass deine mentale Kapazität am Limit ist.

9. Ständiges Kranksein

Ein Infekt jagt den nächsten? Dein Immunsystem ist eng mit deiner psychischen Gesundheit verbunden. Wenn du oft krank bist, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass dein Körper sich gegen die Dauerbelastung wehrt.

10. Das Gefühl, nicht genug zu sein

Du denkst, alle anderen bekommen es besser hin? Dass du eine schlechte Mutter bist? Wenn du dich dauerhaft minderwertig fühlst, dann solltest du das ernst nehmen – denn das bist du nicht! Aber du könntest dringend eine Pause brauchen.


Was passiert im Körper bei einem Burnout?

Burnout ist nicht nur „Kopfsache“. Dein Körper ist permanent im Stressmodus, und das hat Konsequenzen:

  • Erhöhter Cortisol-Spiegel → Dauerstress für den Körper
  • Geschwächtes Immunsystem → höhere Krankheitsanfälligkeit
  • Erhöhte Entzündungswerte → körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen
  • Nervensystem im Alarmzustand → ständige Anspannung und Schlafprobleme

Was du jetzt tun kannst, wenn du im Burnout steckst:

Wenn du dich in mehreren Punkten wiedererkennst, solltest du nicht warten, bis es schlimmer wird. Sprich mit jemandem – einer Freundin, deinem Partner und am besten auch einer Fachperson. Nimm dir bewusst Pausen, auch wenn sie noch so klein sind. Und vor allem: Sei nicht so streng mit dir selbst. Du bist eine gute Mutter – auch wenn du nicht perfekt bist. Denn niemand ist das.

Reduziere deine To-Do-Liste – Perfektion ist nicht nötig!
Nimm dir bewusst Pausen – auch wenn es nur 5 Minuten mit einer Tasse Tee sind. Die Ausrede, dass das nicht möglich ist, ist dabei super gefährlich … denn wenn du weiterhin über deine Grenzen hinweggehst, ist die Gefahr sehr groß, dass irgendwann gar nichts mehr geht!
Sei nicht so streng mit dir selbst! Du machst es bestmöglich, auch wenn dir das nicht so vorkommt!

FAQ – Häufige Fragen zum Mama-Burnout

Wie erkenne ich, ob ich wirklich ein Burnout habe?
Wenn du mehrere dieser Symptome über Wochen oder Monate hinweg hast und dich dauerhaft erschöpft fühlst, solltest du professionelle Hilfe in Betracht ziehen.

Kann Burnout von alleine verschwinden?
Ohne Veränderungen bleibt der Burnout meist bestehen oder wird schlimmer. Aktive Erholung und gegebenenfalls Unterstützung sind wichtig.

Hol dir unbedingt Unterstützung

Brauchst du Unterstützung? Bei Mamas Dorf findest du wertvolle Ressourcen, Kontakte und Angebote, um aus dem Burnout herauszufinden und endlich wieder mehr du selbst zu sein – ohne Dauererschöpfung. Schau direkt mal in die Beratungsstellen oder ins Coachverzeichnis, dort findest du sicher Hilfe!

Mental Load bei Müttern: Der praktische Guide für mehr Entlastung im Familienalltag

Mental Load bei Müttern: Der praktische Guide für mehr Entlastung im Familienalltag

Kennst du das? Du liegst abends erschöpft im Bett und dein Kopf arbeitet trotzdem noch auf Hochtouren: „Hat mein Kind morgen sein Sportzeug dabei? Muss ich noch Windeln bestellen? Wann war eigentlich der letzte Zahnarzttermin?“ Während dein Partner längst friedlich schlummert, planst du gedanklich schon den nächsten Tag. Willkommen in der Welt des Mental Load – dieser unsichtbaren Last, die besonders uns Mütter oft erdrückt.

Was genau ist Mental Load? Eine alltägliche Geschichte

Stell dir vor: Das Telefon klingelt. Die Kita informiert, dass dein Kind Fieber hat. In Sekundenschnelle rattert dein Kopf durch: Wer kann heute früher von der Arbeit weg? Haben wir noch Fiebersaft? Muss der wichtige Meeting-Termin verschoben werden? Wer könnte morgen einspringen, falls das Fieber nicht sinkt?

All diese gedankliche Organisationsarbeit – das ist Mental Load. Die französische Zeichnerin Emma hat dieses Phänomen in ihrem vielbeachteten Comic perfekt auf den Punkt gebracht: Wir Frauen tragen nicht nur die Verantwortung für die praktische Hausarbeit und Kindererziehung, sondern auch die gesamte gedankliche Planungsarbeit dahinter.

Wenn dir dein Alltag mit Kindern permanent zu viel wird und du dich erschöpft fühlst, dann bist du nicht allein. Ein Großteil dieser Erschöpfung stammt oft aus einer unsichtbaren Last – dem Mental Load. Dieses Phänomen beschreibt die ständige gedankliche Verantwortung für alles Organisatorische im Familienalltag.

Warum ist Mental Load so belastend?

Vielleicht erkennst du dich in einem oder mehreren dieser Punkte wieder:

1. Die nie endende To-Do-Liste

Gerade hast du die Winterkleidung für die Kinder sortiert, da stehen schon die nächsten Impftermine an. Kaum ist der Kindergeburtstag organisiert, müssen die Weihnachtsgeschenke geplant werden. Es hört einfach. nie. auf.

2. Die Unsichtbarkeit der Arbeit

„Was hast du denn den ganzen Tag gemacht?“ Diese Frage kennst du bestimmt. Die mentale Belastung durch ständiges Planen, Organisieren und Vorausdenken sieht man eben nicht – dabei raubt sie uns unglaublich viel Energie. Viele Partner verstehen gar nicht, worüber man sich beklagt, wovon man abends so erschöpft ist (abgesehen davon, dass es ein Vollzeitjob ist, sich um die Bedürfnisse eines oder gar mehrerer Kinder zu kümmern). Auch dir selbst kommt es vermutlich häufig am Abend so vor, als hättest du gefühlt wieder nichts geschafft, obwohl du den ganzen Tag nur gerannt bist.

3. Die permanente Alarmbereitschaft

Selbst beim entspannten Kaffeeklatsch mit Freundinnen tickt im Hinterkopf die Mental Load-Uhr: „In einer Stunde muss ich los zur Kinderärztin… vorher noch schnell Kinderzahnpasta kaufen… und war da nicht noch was mit der Kita-Anmeldung?“ Zusätzlich zu den ganzen alltäglichen Aufgaben, die sowieso anstehen, gibt es auch regelmäßig wiederkehrende Aufgaben, und sei es nur das Blumen gießen, neue Müllbeutel besorgen, wenn die alten leer sind, die Klopapier Rollen nachfüllen. Alles Kleinigkeiten, oder? Nicht der Rede wert? In der Summe ergibt sich hier aber doch ein gewaltiger Berg an Dingen, die dich einfach mental belasten, wenn du daran denken und dich darum (alleine) kümmern musst.


Mir ist bei einer Übung – dem bewussten Beobachten meiner Gedanken – aufgefallen, dass wirklich ständig Gedanken aufkommen wie „Ohhh, daran muss ich noch unbedingt denken“ oder „Das muss ich gleich noch unbedingt erledigen“. Eigentlich könnte ich beim Spielen mit meinen Kindern jede Minute das Handy in die Hand nehmen, um mir schnell noch was zu notieren, bevor ich es wieder vergesse. Und auf dem Weg in die Küche, um meiner Tochter etwas zu trinken zu holen, fallen mir die dreckigen Socken auf dem Flurboden auf, die Teller, die sich auf der Spülmaschine stapeln, und der Zettel am Kühlschrank mit dem Müllabfuhrtermin morgen – irgendjemand musste zumindest meinen Mann daran erinnern, die Mülltonnen an die Straßen zu schieben. Wege finden, um uns von dieser unsichtbaren Last zu befreien und ein erfülltes und ausgewogenes Familienleben zu führen.

Auswirkungen des Mental Load:

  1. Stress und Überlastung: Die ständige Verantwortung für die Organisation des Familienlebens kann zu chronischem Stress und Überlastung führen.
  2. Beziehungsprobleme: Wenn einer Partner einen Großteil des Mental Loads trägt, kann dies zu Spannungen und Konflikten in der Partnerschaft führen.
  3. Mentale Erschöpfung: Die fortwährende Belastung durch den Mental Load kann zu mentaler Erschöpfung führen und das Wohlbefinden beeinträchtigen.
  4. Fehlende Selbstfürsorge bis zur Selbstaufgabe: Mütter, die stark belastet sind, vernachlässigen oft ihre eigenen Bedürfnisse und nehmen sich nicht genügend Zeit für Selbstfürsorge.

Wege aus der Mental Load-Falle:

1. Bewusstmachen & Dokumentieren

In einem ersten Schritt: Bewusstmachen. Dir selbst, und natürlich auch deinem Partner. Schreibe dir z.B. eine Woche lang auf, was du alles tust, organisierst, an was du denken musst, was noch ansteht. Einfach so untereinander auf einen Zettel, dann hast du es mal schwarz auf weiß vor dir.

2. Aufgaben gerechter verteilen

In einem zweiten Schritt: Aufgabenverteilung zusammen anschauen. Was ist wirklich wirklich wirklich notwendig. Was musst du unbedingt selbst machen. Was kann dein Partner machen. Was kann ggf. eine externe Hilfe übernehmen. Dazu gehört auch: Delegieren und Priorisieren: Lerne, Aufgaben zu delegieren und Prioritäten zu setzen. Nicht alles muss perfekt sein, und es ist in Ordnung, Hilfe von anderen anzunehmen, sei es vom Partner, Familienmitgliedern oder sogar professionellen Dienstleistern.

Fragenkatalog für Paare:

  • Was ist wirklich notwendig?
  • Welche Aufgaben können delegiert werden?
  • Welche Dinge können automatisiert werden?
  • Welche To-Dos sind „nice to have“, aber nicht essenziell?

3. Akzeptieren, dass „gut genug“ reicht

In einem dritten Schritt: Loslassen (üben). Versuche, die Aufgaben, die du abgegeben hast, auch wirklich abzugeben. Auch wenn sie nicht so erledigt werden, wie du es gern hättest.

4. Effektive Organisationssysteme nutzen

Führt einen digitalen Familienkalender ein, auf den alle Zugriff haben Nutzt Apps wie Bring! für gemeinsame Einkaufslisten Richtet eine Familien-Kommandozentrale ein: Ein Whiteboard oder Bulletin Board für wichtige Termine und Notizen. Das hilft dabei, den Mental Load sichtbar zu machen und gemeinsam zu organisieren. Automatisiere wiederholende Aufgaben so weit es möglich ist, um Zeit und Energie zu sparen.

5. Selbstfürsorge priorisieren:

Nimm dir bewusst Zeit für Selbstfürsorge und Selbstpflege – ohne schlechtes Gewissen. Setze Grenzen und mach regelmäßige (wirkliche! Handyfreie!) Pausen, um sich zu entspannen und aufzutanken.

6. Partnerschaft stärken:

Arbeitet an euch als Team. Kommuniziere offen, unterstützt euch gegenseitig und teilt die Verantwortung für Hausarbeit und Kindererziehung. Das geht vielleicht nicht von heute auf morgen, aber es muss Priorität haben. Viele Männer verstehen Mental Load erst, wenn sie ihn selbst erleben. Sprich darüber, teile Artikel und Videos dazu. Nur wenn das Bewusstsein da ist, kann sich etwas ändern.

7. Unterstützung suchen:

Ob Haushaltshilfe, Babysitter oder Essenslieferdienste – nutze Hilfen, um dich zu entlasten. Zögere außerdem auch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es durch eine Therapie, Coaching oder Unterstützung von Freunden und Familienmitgliedern.


Mental Load Test

Die Initiative Equal Care Day hat einen Mental Load Test herausgebracht, den du zusammen mit deinem Partner durchführen kannst: Zum Test als PDF.

Mental Load Aufgabenliste für gerechtere Verteilung

Es gibt eine großartige Excel-Liste, eine „Steuerboard-Liste“ gegen Mental Load. Wenn du dich bei Laura Fröhlich hier in den Newsletter einträgst, bekommst du diese umfassende Liste per Mail zugeschickt – es ist dort schon alles Mögliche voreingetragen an Augaben, die im Alltag so anfallen, wie viel Zeit sie in der Regel in Anspruch nehmen, wie häufig sie ausgeführt werden müssen. Du kannst die Aufgaben dann schön verteilen und Verantwortliche eintragen. Und vor allem: Den Mental Load erst einmal sichtbar machen!

Kleiner Auszug aus der großartigen Steuerboard-Liste:

Fazit:

Der Mental Load ist eine unsichtbare Last, die viele von uns belastet und unseren Alltag beeinflusst. Es ist wichtig, sich dieser Belastung bewusst zu werden und Schritte zu unternehmen, um sie zu reduzieren und ein ausgewogeneres Leben zu führen. Durch bewusste Kommunikation, Delegierung, Selbstfürsorge und Unterstützung können wir aus dem belastenden Kreislauf ausbrechen und mehr Freude und Leichtigkeit in unserem Familienleben finden.

Wie sieht es bei dir und deinem Partner aus? Wie regelt ihr die Aufgabenverteilung? Hast du noch weitere Tipps , die dir geholfen haben, nicht mehr an alles denken zu müssen? Schreib mir deine Erfahrungen gern in die Kommentare!

Mental Load Buchtipps & Weitere Links

Im Interview mit Patricia Cammarata erfährst du noch mehr über Mental Load.

Geburtsbegleitung mit Herz: Warum eine Doula so wertvoll ist

Geburtsbegleitung mit Herz: Warum eine Doula so wertvoll ist

Die Einleitung stammt von der ehemaligen Hamburger Doula Deerns Mitarbeiterin Anke Wosu:

„Eine laue Sommernacht im Juni. Gerade habe ich den Anruf eines werdenden Vaters erhalten, dem ich schon seit Tagen entgegengefiebert habe: „Es geht los, kannst du bitte kommen?“. Da die Entbindungsklinik ganz in meiner Nähe liegt, schwinge ich mich mit meiner Doula-Tasche aufs Fahrrad und stehe zwanzig Minuten später neben der Geburtswanne, in der die werdende Mama die ersten Wehen noch gut veratmet. Sie macht kurz die Augen auf, lächelt und sagt: „Gut, dass du da bist. Jetzt kann ich mich voll und ganz entspannen.“ In den nächsten Stunden erleben wir alle zusammen, einschließlich der wunderbaren Hebamme, eine kraftvolle, selbstbestimmte und sanfte Geburt, ohne medizinische Eingriffe oder die Gabe von Schmerzmitteln. Wenn mich am Ende die Mama anstrahlt und aus tiefstem Herzen sagt: „Ohne dich hätte ich das niemals geschafft!“, dann weiß ich einmal mehr, wie sinn- und wertvoll meine Arbeit als Doula ist. Diese Frau fühlte sich rundum getragen und gestützt, was ihr geholfen hat, sich voll und ganz für ihr Kind zu öffnen, zwischen den Wellen zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Und das verhalf auch dem Baby zu einem wunderbaren Start ins Leben. Denn “es ist nicht egal, wie wir geboren werden“ (Michel Odent, Geburtsmediziner) – und auch nicht, wie wir gebären. Inzwischen kommt die Wissenschaft immer mehr zu dem Schluss, dass viele Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADHS) und Krankheiten ursächlich mit der Art zusammenhängen, mit der ein Kind das Licht der Welt erblickt und auch damit, ob sofort das so wichtige Bonding hat stattfinden können.“

Viele Frauen leiden noch Jahre später unter den Folgen traumatischer Geburtserlebnisse. Eine 1:1-Betreuung durch eine erfahrene Doula kann nachweislich unter Umständen solche Folgen verhindern, selbst wenn eine Geburt nicht so verläuft, wie gehofft.

Zu Zeiten überwiegender Hausgeburten war es selbstverständlich, dass der Gebärenden eine oder mehrere vertraute Frauen bei der Geburt zur Seite standen. Heute muss in der Klinik eine Hebamme in der Regel mehrere Entbindungen gleichzeitig betreuen, was dazu führen kann, dass die werdende Mutter bzw. werdenden Eltern über längere Zeit alleine mit den Herausforderungen der Wehen und den damit verbundenen Gefühlen zurechtkommen müssen. Sie lernen die Hebamme(n) meist erst im Krankenhaus kennen. Haben sie sich gerade an eine gewöhnt und kommen gut mit ihr zurecht, kann es sein, dass, weil Schichtwechsel ist, plötzlich ein neues Gesicht im Geburtszimmer auftaucht und sich als die nächste Geburtshelferin vorstellt. Im Zweifelsfall fühlt sich die Gebärende mit der „Neuen“ gar nicht mehr wohl, weil sie eine völlig andere Art des Umgangs mit ihr hat, als die Vorgängerin.
Mit einer Doula hat sie von Anfang bis Ende der Geburt eine vertraute Frau an ihrer Seite, deren einzige Aufgabe es ist, für das Wohlergehen der werdenden Mutter zu sorgen.

Was sind die Unterschiede zwischen einer Doula und einer Hebamme?

Viele fragen sich: Was macht eine Doula genau und wie unterscheidet sie sich von einer Hebamme?

Hebammen und Doulas begleiten Dich auf deiner Geburtsreise; jede mit ihrer speziellen Kompetenz, Erfahrung und dem Wunsch, das Beste für dich und dein Baby zu geben.

Die Hebamme

  • hat weitgehende medizinische Befugnisse
  • ist an die Leitlinien der jeweiligen Klinik gebunden
  • wird von der Krankenkasse bezahlt
  • darf Geburten selbstständig – ohne Anwesenheit eines Arztes – begleiten (z.B. Hausgeburten)
  • führt Schwangerenvorsorge und Wochenbettbetreuung durch
  • trägt eine sehr hohe Verantwortung und zahlt dafür immense Versicherungskosten

Die Doula

  • darf keinerlei medizinische Untersuchungen bzw. Anwendungen durchführen
  • unterliegt nicht den Leitlinien der Kliniken, verhält sich aber respektvoll und zurückhaltend gegenüber dem jeweiligen Geburtsteam.
  • bietet eine Privatleistung, die nicht von den Krankenkassen übernommen wird.
  • unterstützt hauptsächlich emotional, informiert, klärt auf und handelt immer in Sinne der werdenden Eltern

doula vs hebamme - unterschiede vergleich infografik

Hebammen und Doulas können sich wunderbar ergänzen, um einer Frau ein selbstbestimmtes, angstfreies und möglichst natürliches Geburtserlebnis zu ermöglichen.

Es ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, dass die Geburtsreise sich teilweise erheblich verkürzt, weniger Scherzmittel verlangt werden, weniger medizinische Interventionen nötig werden, und die Ankunft des Babys entspannter und positiver wahrgenommen werden kann, wenn die Frau lückenlos liebevoll und kompetent bei allem begleitet wird (s. Cochrane Studie 2017)

Die Doula ist wie eine mütterliche Freundin; hört sich Sorgen und Ängste an; beantwortet Fragen und versorgt die (werdenden) Eltern mit wichtigen Adressen. Während der Begleitung ist sie immer erreichbar, geht auf Wunsch mit zur Klinikbesichtigung oder zum Frauenarzt. Unter der Geburt gibt sie die Unterstützung, die der Gebärenden guttut und so viel, wie ihr angenehm ist.

Die Doula bereitet die Schwangere und ihren Partner optimal auf die Geburt vor, klärt auf, informiert, erstellt mit ihnen eine Geburtswunschliste, die sie in die Klinik mitnehmen können. Wenn gewünscht und ihr das liegt, bastelt die Doula mit ihren KlientInnen z.B. eine Geburtskerze, ein Geburtsarmband, einen Glücksbringer und Ähnliches. Sie massiert, leitet Meditationen an, zeigt Atemübungen und Geburtspositionen, alles nach den Wünschen der von ihr begleiteten Frauen. Hierbei hat jede Doula ihr eigenes Repertoire und gegebenenfalls weiter Qualifikationen.

In der Regel zehn bis vierzehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin bis einige Zeit danach (abhängig vom jeweiligen Vertrag) ist die Doula für ihre Begleitung Tag und Nacht in Rufbereitschaft.

Unter der Geburt ist sie ab dem Zeitpunkt durchgehend bei der Frau, ab dem sie das wünscht. Sie sorgt für eine möglichst angenehme Atmosphäre im Geburtsraum, macht Mut, leitet die Atmung an, läuft mit der Schwangeren herum und probiert mit ihr die angenehmste Haltung aus. Sie achtet darauf, dass die werdende Mutter ausreichend trinkt und stärkt natürlich auch den werdenden Vater.

Sie gibt den Paaren ausreichend Raum für Intimität. Sie zieht sich auf Wunsch zurück, ist aber immer in der Nähe, sobald nach ihr verlangt wird.

Die Doula hilft, damit umzugehen, wenn die Geburt nicht so verläuft, wie die Frau sich das erträumt hat. So kann unter anderem auch eine Bauchgeburt in guter Erinnerung bleiben, wenn die Gebärende bzw. die werdenden Eltern die optimale Unterstützung dabei erfahren. Die Geburtsbegleiterin stellt sicher, dass das so wichtige Bonding durch körperliche Nähe in allen Situationen stattfindet und bleibt an der Seite der frischgebackenen Mama, bis sie rundum gut versorgt und zufrieden ist.

Auf Wusch macht die Doula Fotos, manche bieten auch einen Farbabdruck der Plazenta an.

Vorteile einer Doula-Begleitung

Studien, wie die Cochrane-Studie von 2017, zeigen, dass die Begleitung durch eine Doula folgende Vorteile haben kann:

  • Verkürzte Geburtsdauer
  • Weniger Schmerzmittelbedarf
  • Reduzierte medizinische Eingriffe
  • Positivere Geburtserfahrung für Mutter und Kind

Eine Doula bereitet die werdenden Eltern auf die Geburt vor, hilft bei der Erstellung eines Geburtsplans und gibt mentale Stärkung. Unter der Geburt ist sie durchgehend anwesend, macht Mut, sorgt für eine angenehme Atmosphäre und gibt dem Partner Sicherheit in seiner Rolle.

Doula nach der Geburt – die Wochenbettbegleitung

Nach der Geburt kommt sie zu Dir nach Hause. Sie erkundigt sich, wie es der jungen Mutter, dem Baby und – nicht zu vergessen – dem Vater geht. Die Doula gibt, wenn gewünscht, ein paar Hilfestellungen und Tipps. Gemeinsam können alle Beteiligten in aller Ruhe noch einmal die erlebte Geburtsreise Revue passieren lassen. Zur Erinnerung überreicht die Doula in der Regel einen Geburtsbericht.

Die Geburtsbegleiterin gibt auf Anfrage auch Hilfestellung im Wochenbett. Sie hilft der Frau, wieder zu Kräften zu kommen, bei Unsicherheiten mit dem Baby, und sie erledigt auch mal kleinere Arbeiten im Haushalt.

Manche Doulas organisieren Blessingway-Feiern, Closing-Zeremonien oder ähnliche Rituale.

Ich kann nur jeder werdenden Mutter empfehlen, sich eine Doula zu leisten. Wie oft bekomme ich von Müttern zu hören: „Ich wünschte, ich hätte jemanden wie dich an meiner Seite gehabt. Damals habe ich mich so allein gelassen gefühlt.“ Oder auch: „Ich habe meine Würde an der Kreißsaal-Tür abgeben müssen.“

Kosten für eine Doula

Der Rundum-Service einer Doula kostet etwa zwischen 600 und 1.000 Euro. Jede Geburtsbegleiterin legt ihre Preise selbst fest, unter anderem abhängig von der Region, in der sie tätig ist.

Ist diese Leistung teuer? Nicht, wenn man bedenkt, dass eine Doula monatelang für eine Familie tätig ist, dass sie während der Rufbereitschaft keine weiteren Aufträge annimmt und vielen Aktivitäten (wie Kinobesuche, Schwimmen, Reisen usw.) nicht nachgehen kann, dass sie nachts oberflächlicher schläft, je näher der errechnete Termin rückt und dass sie lückenlos bei der Gebärenden bleibt, egal, wie lange die Geburt dauert. Da sind schon mal 30 Stunden und mehr möglich. Dazu kommen noch Fahrt- und Materialkosten, Zeit für die Dokumentation, das Erstellen des Geburtsberichtes und Anfertigen bzw. Besorgen kleiner Geschenke. Und sie ist in der vertraglich festgelegten Zeit so gut wie immer erreichbar.

Wenn sich jemand die Begleitung durch eine Doula wünscht, es sich aber nicht so einfach leisten kannst, rate ich dazu, sich von Freunden, Kollegen, Bekannten und der Familie einen Zuschuss oder einen Gutschein für diesen Service zu wünschen. Das ist oft viel sinnvoller als die übliche Windeltorte, der zwanzigste Body oder Schnuller.

Um Frauen noch effektiver betreuen zu können und im Ernstfall ein Backup zur Verfügung zu haben, bilden sich vereinzelt Doula-Teams. In Hamburg z.B. gibt es die Hamburger DoulaDeerns. Auch im Mamas Dorf Verzeichnis findest du in der Kategorie Geburt einige Doulas.